Kiew - Kreis

Arbeitskreis Kiew

Wir unterstützen die Deutsche Evang. Luth. Gemeinde St. Katharina in Kiew in der Ukraine, da die Stadt München eine Patenschaft für Kiew übernommen hat. Die deutsche Kirche kann am 24. September 2017 ihren 250. Geburtstag feiern.

Kiew Kreis Evangelische Kirche Solln München Kiew Kreis Evangelische Kirche Solln München 

Der Münchner Kiew – Ausschuss setzt sich aus Ehrenamtlichen mehrerer Gemeinden zusammen. Wir aus der Apostel- Petruskirche haben unsern Schwerpunkt auf die Hilfe für Senioren und Kindern in der Gemeinde gesetzt.

Im November starten wir seit zwanzig Jahren die Aktion:

„Martinspäckchen“ 

Wir teilen, wie der Heilige St. Martin, unsere Gaben mit St. Katharina.

Für etwa 50 Senioren packen wir mit Hilfe Ihrer Spenden je ein Päckchen mit Lebensmitteln, dazu kommen Kleiderspenden und Medikamente. Für die Kinder packen Familien individuell ein Päckchen, oft bis das Kind konfirmiert wird. Die Dankbarkeit in den Briefen ist überwältigend.

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Eine kleine Historie der Gemeinde:

Die Geschichte einer kleinen Gemeinde in Kiew, mit großem Namen

Kiew Kreis Evangelische Kirche Solln MünchenSt. Katharina

Die ersten Gemeindeglieder in Kiew waren der Apotheker Bunge mit seinen zwölf Kinder und seiner ganzen Familie, sowie Handwerker und Bedienstete.  1767 wurde Pastor Christoph Leberecht Grahl  vom Apotheker Bunge als Hauslehrer für seine Kinder nach Kiew eingeladen. Er wurde der erste Pfarrer der Gemeinde und richtete bei Übernahme seiner geistlichen Funktionen ein solides Kirchenbuch ein, beginnend mit dem 1. August 1767 wo er alles eintrug. Im Jahr 1787 kam die Kaiserin Katharina II. nach Kiew und  sie bestimmte für Pastor Grahl und seine Nachfolger ein jährliches Gehalt von 300 Rubel. Ihr weitschauender politischer Blick erkannte in dieser Stadt ohne Zweifel auch einen Zentralpunkt für zukünftigen Handel und Verkehr. Kiew sollte Kolonisten, Fabrikanten, Handwerker und Kaufleute in diese Gegend ziehen, und für all diese musste die Nähe eines deutschen Pfarrers ein Beweggrund mehr zur Ansiedlung sein.

Viele kamen und bald siedelten sich die deutschen Einwanderer auf dem „Deutschen Berg“ an, bauten schöne Häuser, eine Schule und ein große Kirche. Jahrzehnte des Wachstums der Gemeinde folgten, aber auch Rückschläge.  Im Januar 1919 verabschiedete die Sowjetregierung das Dekret über die Trennung der Kirche vom Staat. Das ganze Kirchenvermögen wurde zum Volkseigentum und die Kirche zweckentfremdet. Dann folgte der Untergang der Kiewer Gemeinde im Stalin-Terror.

Ende der achtziger und zu Beginn der neunziger Jahre ereigneten sich in der Sowjetunion grundlegende demokratische Veränderungen. So fand im September 1989 in Kiew die erste  ukrainische Konferenz der »Sowjetdeutschen« statt, in der die Deutschen den Wunsch äußerten, ihre Traditionen wiedererstehen zu lassen. Einer der Beschlüsse sah vor, die evangelisch lutherische Gemeinde wiedererstehen zu lassen und die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Kirche zurückzuerhalten.

Nach langen Verhandlungen entstand eine kleine Gemeinde, die in einem Teil der Kirche wieder Gottesdienste feierte. Im September 1990 kam im Rahmen der Arbeit der Partnerstädte eine Gruppe aus München nach Kiew. Als Prodekan Dr. Helmut Ruhwandl, der zu der Gruppe gehörte, erfuhr, dass es in Kiew eine deutsche evangelisch-lutherische Gemeinde gibt, bekundete er Interesse, sich mit ihren Mitgliedern zu treffen. Seither gibt es einen „Kiew-Ausschuss“ des Evang.-Luth. Dekanats München mit den unterstützenden Gemeinden: Himmelfahrtskirche Sendling,  Kreuzkirche Schwabing und Apostel- Petruskirche Solln.

Mit der Ankunft des ersten Pfarrers aus Deutschland, Hans Martin Nägelsbach aus Augsburg, im Mai 1992 war die Periode der Neugründung der Gemeinde abgeschlossen und es begann die Zeit des geistlichen Wachstums, die bis heute andauert.

Als Bundespräsident Roman Herzog einen Staatsbesuch in Kiew machte, konnte die Gelegenheit genutzt werden, dass die Kirche wieder amtlich zurückgegeben werden konnte. Es folgte die Renovierung des Gebäudes durch die Bayerische Landeskirche und die Gemeinde hatte wieder ein eigenes „Zuhause“.

Die Gemeinde braucht nach wie vor unsere Unterstützung und so werden noch immer die Pfarrer von Deutschland (EKD) aus dorthin entsendet. In diesem Sommer 2017 soll wieder ein Pfarrer für sechs Jahre seinen Dienst dort antreten. Ein reger Besuchsaustausch ermöglicht uns an rechter Stelle zu helfen.

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Wie steht es um unsere Partnergemeinde St. Katharina zur Zeit

Anlässlich des Kirchentags 2017 können wir die Gemeinde mit Spenden unterstützen, damit sie mit ihrem Chor nach Berlin fahren können und auch gemeinsam mit dem Kiew-Ausschuss in Wittenberg einen Lutherbaum pflanzen können.

Der jetzige Übergangspfarrer Pastor i.R. Wolfgang Heldt-Meyerding wird voraussichtlich im Sommer 2017 abgelöst. So werden die geplanten 250 Jahrfeiern im September sicher mit dem neuen Pfarrer gefeiert werden können.    

Tetiana Ukolova hat es übernommen die Kinder im  Kindergottesdienst zu betreuen, sie hält über Facebook mit uns laufenden Kontakt und wir schicken ihr laufend Material für ihren Dienst.

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Wenn Sie unsere Aktivitäten unterstützen wollen, können Sie das gerne mit Sach- und Geldspenden machen.

Bei Überweisungen auf das Gemeindekonto geben Sie bitte als Verwendungszweck an: „Hilfe für Kiew“.

IBAN  DE 47 7015 0000 0024 1014 95  BIC SSKMDEMM

Gerne können Sie mich als Ansprechpartnerin jederzeit anrufen:

Frau Trudgard Vorholz
Tel.: 089 74995969