Unsere Kirchengemeinde

Die Geschichte der Apostelkirche in Alt-Solln

Die Gemeinde Apostelkirche ist eine Tochter der Himmelfahrtskirche Sendling, deren Gebiet ursprünglich den ganzen Münchener Süden und seine Vororte umfasste. Solln war damals noch ein eigenständiges Dorf. 1914 wurde der Evang. Verein München-Solln gegründet, der sich damals die Einführung evangelischen Religionsunterrichts und einer eigenen Gemeinde und Kirche in Solln zum Ziel gesetzt hatte. 1919 konnte die selbstständige Kirchengemeinde gegründet werden, die das Gebiet Solln, Prinz-Ludwigs-Höhe, Forstenried, Pullach und Grünwald umfasste. 1922 konnte eine Holzkirche an der Konrad-Witz-Str. 17 eingeweiht werden.

Mit der zunehmenden Zahl an evangelischen Gemeindegliedern verselbstständigten sich die Gemeinden Grünwald(1940), Pullach (1954) und Fürstenried (1963). 1965 wurde die Gemeinde Apostelkirche Solln wegen der entstehenden Parkstadt in zwei Pfarrsprengel aufgeteilt.

Vier Jahrzehnte nach ihrer Errichtung erfreute sich die alte Holzkirche ungebrochener Beliebtheit, war aber zu klein geworden und genügte zeitgemäßen Bauanforderungen nicht mehr. 1961 konnte die neue Apostelkirche eingeweiht werden. Während die Gemeindeglieder auch an hohen Festtagen und bei den zahlreichen überregional bedeutenden kirchenmusikalischen Veranstaltungen im Kirchenraum der neuen Kirche Platz fanden, war der Raum für die verschiedenen Gruppen und Kreise der Gemeinde knapp, weshalb ein Anbau mit mehreren, unterschiedlich großen Gemeinderäumen erforderlich wurde, der 1986 bezogen werden konnte. Im Jahr 2002 schließlich konnte der Evang. Verein – inzwischen längst ein Diakonieverein insbesondere für Alten- und Krankenpflege – aus seinen bescheidenen Büroräumen im Gemeindehaus aus- und in einen eigenen Pavillon auf dem Kirchengelände umziehen, was wiederum 2004 die Vergrößerung und Modernisierung der Küche im Gemeindehaus ermöglichte.

Die Geschichte der Petruskirche in der Parkstadt-Solln


LadenkircheDas explosive Wachstum der Stadt München machte auch vor dem ehemaligen Dorf Solln nicht Halt. Nachdem aus der Sollner evangelischen Gemeinde, deren Grenzen zunächst sehr weit gespannt waren, die Kirchengemeinden Fürstenried und Pullach ausgegliedert wurden, entstand Mitte der sechziger Jahre westlich von Alt-Solln die Parkstadt Solln. Die ungewöhnliche Siedlungsdichte in diesem Raum gefährdete den Grundsatz, dass eine Gemeinde überschaubar bleiben muss, wenn sie zur Gemeinschaft werden soll. So blieb eine weitere Teilung unvermeidbar. Ab 1. Februar 1967 wurde eine zweite Pfarrstelle in der Parkstadt errichtet. Da ein Kirchbau in absehbarer Zeit nicht möglich war, wurde für den 2. Pfarrbezirk im Ladenzentrum der Parkstadt im 1. Stock ein Gemeindesaal gemietet, der als gottesdienstlicher Versammlungsraum, bald aber auch zahlreichen Gemeindeveranstaltungen diente.

PetruskircheGute ökumenische Zusammenarbeit war von Anfang an ein besonderes Kennzeichen des 2. Pfarrsprengels der Apostelkirchengemeinde. 1969 fand ein erster ökumenischer Gottesdienst statt. 1970 konnte die katholische Nachbargemeinde St. Ansgar aus ihrer bisherigen Barackenkirche in ein Gemeindezentrum mit Kindergarten umziehen. Aber eine katholische Kirche fehlte noch, und die evangelische Ladenkirche platzte aus allen Nähten. Am 14. Dezember 1975 konnten beide Gemeinden die Einweihung ihres von Architekt Ernst Maria Lang errichteten Kirchen- und Gemeindezentrums in der Parkstadt Solln feiern – Wand an Wand und mit Türen, die oft gegenseitig durchschritten werden. Am 1. Juli 1984 schließlich erhielt die bisherige "Apostelkirche II" endlich einen eigenen Namen: Petruskirche, in der ein reges Gemeindeleben gedeiht.

Altar PetruskircheWas vormals eher eigene Wege ging, als „Apostelsprengel“ und „Petrussprengel“ geht nun miteinander als „Evangelisch in Solln“ und freut sich an der Fülle, an Möglichkeiten.
Wir sind eine Gemeinde mit so vielen Gaben und end Fähigkeiten. Wir sind eine Gemeinde mit zwei Kirchen, mit zwei Gemeindehäusern, mit ganz unterschiedlichen Gesichtern, Geschichten, Baustilen, Traditionen, Frömmigkeiten, mit einem großen Team aus ehren-, neben- und hauptamtlichen Mitarbeitenden …
Wir vertrauen miteinander ein und demselben Gott in unserer Mitte und folgen fröhlich und aufgeschlossen Jesus, dem Christus, nach. Wir erleben frischen Wind und damit auch lebendige Veränderung als Gabe des Heiligen Geistes und sind dabei fest gegründet in unseren biblischen Wurzeln des ersten und zweiten Testamentes.
Wir sind eingezeichnet in die Geschichte unserer jüdischen Schwestern und Brüder, in der Nachfolge des Rabbi Jesus von Nazareth, der uns zum Christus wurde. Wir sind so verbunden mit den christlichen Kirchen und in der Folgezeit der Reformation ist uns das Vermächtnis der Reformatoren, besonders Martin Luthers ein bedeutendes Anliegen.
Wir freuen uns vor Ort an der guten, freundschaftlichen Verbundenheit mit unseren katholischen Schwestergemeinden St. Ansgar und St. Johann Baptist und den Bürgerinnen und Bürgern in Solln, für die wir z.B. Heimat oder Begleitung sein oder werden können.