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Gemeindemitgliederzahlen Statistik Balkendiagramm

 

Pfarrer- und Pfarrerinnen, Diakone und Diakoninnen, Religionspädagogen und -pädagoginnen

In der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern gibt es weniger Pfarrerinnen und Pfarrer. Zu wenig Menschen entscheiden sich für diesen Beruf. Zu viele scheiden in den nächsten Jahren aus. Die Lücke lässt sich nicht schließen. Im Prodekanat München-Süd werden wir in Zukunft bei 11 Gemeinden mit 21 „Vollzeitstellen“ (incl. 0,5 Leitungsstellen) statt mit 23,75 (incl. 0,5 Leitungsstellen) für die oben genannten Berufsgruppen umzugehen haben, ein Minus von 2,75 Stellen. Auf Grund der Personalprognosen und Mitgliederentwicklung wird uns dies so ungemindert bis mitten in die 30-iger Jahre begleiten.

Vgl. eigener Artikel des Prodekanates! Zukunftsprozess im Prodekanat!

Sehr konkret haben die Veränderungen mit uns als Kirchengemeinde in Solln mit ihren Sprengeln, die sich nach Apostelkirche und Petruskirche hin orientieren, zu tun.

Wir erleben Veränderung im Bereich

  • der Kirchenmusik
  • des Pfarramtes
  • der Begleitung von Kindern und Jugendlichen (siehe unten)
  • der Angebotes für die Seniorinnen und Senioren (siehe unten)
  • im Team der Theologinnen (siehe unten)
  • im Team mit den ehrenamtlichen Mitarbeitenden (siehe unten)

Angebote für Kinder und Jugendliche

Das ist ein vitales Thema für die Heranwachsenden innerhalb der Kirche und unserer Gemeinde. Welche nachhaltigen Perspektiven können wir als Kirchengemeinden ihnen geben? Die halbe Diakonen- Stelle, die wir bisher als Kirchengemeinde hatten, wird so wohl nicht mehr besetzt werden. Wir müssen mit weniger Personal zurechtkommen. Die Kirchengemeinden der Jakobuskirche Pullach, der Andreaskirche Fürstenried suchen zusammen mit unserer Kirchengemeinde in Solln nach einer Kooperationslösung. Eine Jugendleiterinnenstelle für drei Gemeinden, um nachhaltig gute kirchliche Angebote für Kinder und Jugendliche anzubieten.

Ich bin sehr dankbar, dass Paula Munz, die Jugendausschussvorsitzende unseres Jugendausschusses zusammen mit den JugendleiterInnen unserer Kirchengemeinde unverdrossen und fröhlich gestaltet und dabei den Kontakt mit den Jugendlichen in Fürstenried, wie in Pullach sucht und gefunden hat.

Senioren in unserer Gemeinde

Ursula Kiermaier hat sich über viele, viele Jahre um die Seniorinnen und Senioren im Bereich der Apostelkirche einen wunderbaren Ruf und hohe Anerkennung erworben. Seit einigen Jahren koordiniert sie zusammen mit Julia Akhtar, Frau Edler und Frau von Hahn die Seniorenangebote auch in/mit/für Petrus. Mitte 2022 wird Frau Kiermaier in den Ruhestand gehen. Frau Akhtar scheidet zum Jahreswechsel aus. Und dann?

Die Vorstandschaft des Evangelischen Vereins ist zusammen mit dem Kirchenvorstand im Gespräch, wie künftig die Angebote für die Seniorinnen und Senioren in unserer Kirchengemeinde gestaltet und getragen sein können. Gemeinsam sehen wir dies als eine uns anvertraute Aufgabe an. Wer dies wie in Zukunft leisten wird? – Eine Gestaltungsaufgabe für die uns unmittelbar bevorstehende Zukunft.

Das theologische Team Pfarrerinnen und Pfarrer

Schön, dass wir zu Dritt unterwegs sind. Es gibt ja keine „halben“ Menschen. Pfarrerin Christina Ehring hat dabei einen 0,5 Dienstauftrag, Pfarrerin Regina Hallmann hat einen 1,0 Dienstauftrag, Dekan Christoph Grötzner hat einen 0,5 Dienstauftrag in der Kirchengemeinde. Das sind unsere Möglichkeiten.

Wir nehmen immer wieder wahr, dass wir mit diesen Möglichkeiten wohl anders umgehen sollten. Viel zu viel bleibt in „doppelten“ Strukturen hängen. Ihnen, liebe Leser und Leserinnen sei gesagt, dass allein der Religionsunterricht, den eine Pfarrerin in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern per Dienstauftrag zu erteilen hat, 25% der Arbeitszeit (48 Std/W) ausmacht. Wir tun unseren Dienst aus Berufung und gern.

Als Kirchengemeinde haben wir inmitten aller Veränderungsprozesse zu klären, wie wir die theologische Arbeitskraft sinnvoll und gut zur Geltung bringen können und vor Erschöpfung bewahren. Schon lange hat der Kirchenvorstand diesbezüglich beschlossen, eine Koordinatorinnenstelle für die Kinderkirche auszuschreiben. Hier geht es um Reduzierung von zu viel Belastung.

Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden

An dieser Stelle möchte ich – zwar sehr pauschal - all den Frauen und Männern danken, die tatkräftig mit Elan, Lust, Liebe, Leidenschaft und hohem Einsatz an Zeit und Kraft sehr verantwortlich Kirchengemeinde von der Basis aus leben! – Priestertum aller Getauften. - Keine, keiner tut dies um gesehen zu werden, um sich zu profilieren. Das ist Liebe zur Kirchengemeinde, Dank für Erfahrenes und gelebtes Bekenntnis.

Mir ist es ein Anliegen, dass wir in den Veränderungsprozessen gerade diese Menschen sorgsam im Blick behalten. Gut, gern und wohlbehalten solls für alle zugehen. – Und wenn wir sagen, Gnade, Liebe, Erbarmen sei unser Markenzeichen, sollten wir uns prüfen, ob das auch für uns selbst stimmt.

Die Lebens- und Arbeitsverhältnisse, das wissen Sie, lieber Leserinnen alle, haben sich umwälzend verändert. Die Zeitressourcen, die einzelne zur Verfügung stellen können, sind in den veränderten Lebensbedingungen deutlich andere, sind weniger geworden. Die beruflichen Belastungen sind zum Teil grenzwertig. Es kann nicht sein, dass Belastungen oder gar Überlastungen aus dem Ehrenamt schließlich das ganze kirchengemeindliche System überfordern. Das sei ferne!

In der Konzentration auf das Wesentliche wird es uns gelingen das „Weniger ist mehr“ gut zu leben. So können wir von der Menschenliebe Gottes, „nicht Leistung, sondern Gnade zählt!“ mitten in dieser Welt erzählen.

Ein gemeinsames Ziel / Eine gemeinsame Mitte

Vielleicht hilft es uns (egal, ob Gemeindemitglieder, ob ehrenamtlich, nebenamtlich, angestellt oder hauptamtlich), dass wir uns immer wieder darin vergewissern, wer und was uns Gemeinde sein lässt. Ich bin mir sicher, wenn wir dieses Zentrum, dieses spirituelle, dieses geistliche Zentrum gut im Blick haben: „Den menschenfreundlichen Gott, der uns in Jesus dem Christus begegnet“, dann wird uns dies helfen und uns darin tragen, alle uns zur Verfügung stehenden Ressourcen so einzusetzen, dass diese geistliche Mitte sichtbar ist, bleibt und ausstrahlen kann. Uns wird auffallen, was wir getrost verändern können. Der Mut dazu wird da sein.

Ihr Christoph Grötzner

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