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Bild von der Erdkugel mit Texten, Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.

 

Die „Weihnachtsgeschichte“

Im Johannesevangelium:
„… das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst. … Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.“

(Johannes 1,5.9-11)

Friedenstaube mit kugelsicherer Schussweste und Fadenkreuz eines Zielfernrohr
Friedenstaube an der Mauer in Bethlehem, von Bansky

Ochs und Esel, Maria und Joseph, Hirten, Könige, „Weise“ oder „Könige“, Engel, Schafe …
Fehlanzeige!

Dafür
Ein an Kontrast nicht zu überbietendes Bild:
Licht – Finsternis
Licht, das in der Finsternis scheint.

Dazu
dreifach die ernüchternde Erfahrung:
„Die Finsternis hat das Licht nicht ergriffen.“
„Die Welt erkennt ihn nicht.“
„Die Seinen nehmen ihn nicht auf.“

„Gott“, die spirituelle Mitte, wird in Jesus, dem Christus, Mensch und anschaulich.

Und
die Finsternis,
die erhellt werden soll,
bleibt dunkel.
Die Welt, erkennt ihn nicht.
Selbst „die Seinen“, die es vielleicht wissen müssten, nehmen ihn nicht auf …

Der Evangelist Johannes
setzt das Leiden Gottes
- in, mit und an seiner Schöpfung;
- in, mit und an seinen Geschöpfen;
in Szene.

Diese dunklen, finsteren Rahmenbedingungen sind – zumindest für mich - auch in diesem Jahr zum Greifen nah.

Geschöpfe,
die sich selbst gegen die Schöpfung wenden; die sich selbst gegeneinander wenden; ohne spirituelle Mitte;
in Finsternis.

Der Hunger in dieser Welt Die Armut in dieser Welt klagen den Reichtum an.

Die global beschämend schlecht ver- und geteilten Impfdosen setzen das Gleiche in Szene.

Egoismen Besitzender nehmen stillschweigend in Kauf, dass die Auswirkungen ihres Handelns die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen vernichtet.

 

Mitten in solcher spirituellen Umnachtung, Finsternis, findet „Weihachten“ statt:
Licht, das in dieser Finsternis scheint.
Licht, das sich anbietet.
Licht, das Perspektive gibt im Woher und Wohin im Jetzt und Hier und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

 

Flügel der Friedenstaube und Schild mit Aufschrift Welcome to Palestine Welcome to Bethlehem
Friedenstaube an der Mauer in Bethlehem, von Bansky

Nichts, nichts, nichts,
gleich Garnichts kann uns
von der Liebe
Gottes trennen.

(Römer 8,38.39)

So zentriert sich Paulus
in dieser spirituellen Mitte.

Und
der Autor des Johannesevangeliums kennt diese spirituelle Erfahrung:

„Allen aber, die ihn aufnahmen,
gab er Macht,
Kinder Gottes zu werden.“

(Johannes 1,12)

Denen, die sich so ganz und gar dieser spirituellen Mitte hingeben.

In dieser spirituellen Mitte sind wir alle eins zusammengehörig

verbunden
gehalten
getragen
geliebt

 

So wünsche ich mir und Ihnen Kontakt
mit dieser spirituellen Mitte mit diesem Licht,
dass wir‘s erkennen, ergreifen, aufnehmen.
Und so das finden, was uns leben lässt.

Ein frohes Lichtfest der Erleuchtung! Liebe Schwestern und Brüder,
Kinder Gottes

Ihr
Christoph Grötzner

 

Friedenstaue mit Zweig im Schnabel
Friedenstaube an der Mauer in Bethlehem, von Bansky

1)
Unfriede herrscht auf der Erde.
Kriege und Streit bei den Völkern
und Unterdrückung und Fesseln
zwingen so viele zum Schweigen.

Refrain
Friede soll mich euch sein.
Friede alle Zeit!
Nicht so, wie ihn die Welt euch gibt,
Gott selber wird es sein.

2)
In jedem Menschen selbst herrschen
Unrast und Unruh ohn’ Ende
selbst wenn wir ständig versuchen
Friede für alle zu schaffen.

3)
Lass uns in deiner Hand finden,
was du für alle verheißen.
Herr, fülle unser Verlangen,
gib du uns selber den Frieden.

Text und Melodie: Zofia Jasnota, Polen
Zu finden unter anderem in:
Ein Segen sein, Nr. 327

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