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"Berichte"

Impulse und Neuigkeiten aus unserer Kirchengemeinde


 

Leitartikel

 

 

Der Reformationstag

Am 31. Oktober feiern wir Reformationstag – bei uns im eher katholischen Süden ist er kein staatlicher Feiertag im Gegensatz zum eher evangelischen Norden und Osten. Bei uns scheint der Reformationstag ein bisschen unterzugehen in den „Herbstferien“ Ende Oktober / Anfang November.

Aber für alle evangelischen Kirchen ist er ein wichtiger Tag. Im Jahr 2017 haben wir 500 Jahre Reformation gefeiert.

Reformartionstag

Der Überlieferung nach soll Martin Luther, Mönch der Augustiner- Eremiten und Theologieprofessor, am Vorabend zum Allerheiligentag, eben am 31. Oktober, seine 95 Thesen gegen den Handel der Kirche seiner Zeit mit käuflich zu erwerbender Sündenvergebung (Ablass) an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt haben. Um eine Diskussion darüber zu entfachen, ob das rechtens sei oder eine Irrlehre.

Daraus entwickelte sich eine riesige Veränderung, die Luther vermutlich erstmal so gar nicht gewollt hat.

Reformation, Erneuerung, nannte man die Bewegung später. Dass diese Veränderung überhaupt eine Chance hatte, lag an der Zeit: Da veränderte sich ohnehin Theologie grade sehr viel: Mit dem Humanismus wurde Bildung für alle immer wichtiger, der Buchdruck wurde erfunden, die Aufklärung sorgte dafür, dass der einzelne Mensch sich seiner selbst und seiner Verantwortung für die Welt bewusster wurde.

Die verarmte und leibeigene Landbevölkerung nahm ihr Los nicht mehr als gottgewollt hin. Menschen sollten selber in der Bibel lesen können und Verantwortung für den Glauben ihrer Taufe übernehmen.

100 Jahre früher wäre Martin Luther für diese Ideen vermutlich als Ketzer hingerichtet worden, so wie Jan Hus aus Böhmen. Der hatte die Kirche seiner Zeit ähnlich scharf wie Luther kritisiert. Und wurde dafür 1415 auf dem Scheiterhaufen getötet.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für Veränderung und Erneuerung? Nicht nur, wenn die Umstände günstig erscheinen. Es muss eine Notwendigkeit eintreten – bei Luther war das seine Gewissensnot: Er musste den äußeren Zuständen und theologischen Aussagen der Kirche seiner Zeit widersprechen. Nicht weil ihm das Spaß machte, sondern weil er sich durch die Bibel dazu genötigt und berechtigt sah.

Auch für die Kirchen heute stehen Veränderungen und Umbrüche an. Die Notwendigkeiten heute könnte man mit der Finanzsituation, mit Personalmangel und Mitgliederschwund beschreiben. Überall zu wenig, um so weiterzumachen wie bisher. Viele empfinden das als große Krise.

Dabei gerät nicht, was die Bibel verkündet, in die Krise. „Ich bin bei euch“, spricht Gott durch Mose zum Volk Israel in einer der großen biblischen Krisen, der Sklaverei in Ägypten. Und dieses Wort zieht sich durch die ganze Bibel hindurch bis zu den letzten Worten Jesu: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“. Dieses Versprechen bleibt in allen Veränderungen bestehen.

Ihre

Regina Hallmann

Erntedank in der Petruskirche

Ein reichlich gedeckter Gabentisch

Erntedankgottesdienst in der Petruskirche. Die Spenden sind an die Pullacher Tafel gegangen. Vielen herzlichen Dank dafür!

Erntedank in der Petruskirche

 

Angelika Haas-Kraus

Evangelischer Verein

Der Evangelische Verein hat Verstärkung bekommen

Der Evangelische Verein freut sich sehr, seit dem 1. September 2022 Frau Claudia Passek als Verstärkung begrüßen zu können. Sie wird sich in den nächsten Monaten an der Seite von Frau Ursula Kiermaier in alle Belange des Vereins einarbeiten. Nachfolgend stellt sie sich selbst der Gemeinde vor ....

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,- der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“
Hermann Hesse


Geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte ich nach dem Abitur Germanistik, Grundschulpädagogik, Erziehungswissenschaften und Psychologie. In München absolvierte ich das Aufbaustudium Buchwissenschaft. Über 18 Jahre lang habe ich in einem Schulbuchverlag pädagogische Fachbücher und später auch eine Fachzeitschrift für Lehrkräfte betreut. Hier konnte ich meine Leidenschaft zum Buch und meine Begeisterung für pädagogische Themen einbringen.

Claudia_Passek

Und doch vermisste ich etwas. Immer öfter stellte ich mir die Frage: Ist es das, was ich beruflich die nächsten Jahrzehnte machen möchte? Erfüllt mich diese Aufgabe? Nach vielen Gesprächen im Familien- und Freundeskreis reifte in mir ein Entschluss: Ich wollte mir einen Herzenswunsch erfüllen und berufsbegleitend eine 4-jährige Yogalehrerausbildung absolvieren. Dabei bin ich mit Themen und Fragen in Kontakt gekommen, die mich seither nicht mehr losgelassen haben und die ich in zwei weiteren systemischen Coachingausbildungen vertiefen konnte: Wie kann es uns gelingen, zufrieden und sinnerfüllt zu leben? Was stärkt unsere Resilienz? Denn das Leben stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen – sei es im beruflichen oder im privaten Kontext. Leben bedeutet Wandel. Das beschreibt Hermann Hesse in seinem eingangs zitierten Gedicht „Stufen“ sehr anschaulich. Dabei bedeutet Wandel nicht immer, dass alles schlechter wird. Manchmal kann ein Wandel auch der Beginn von etwas Neuem sein und verborgene Stärken und Seiten unserer Persönlichkeit zur Entfaltung bringen.

Menschen in unterschiedlichen Phasen eines Wandels zu begleiten und zu unterstützen, ist mein großes Anliegen. Und so habe ich mich von der Stellenausschreibung des Evangelischen Vereins München-Solln sofort angesprochen gefühlt. Mit meinem Engagement möchte ich einen Beitrag dazu leisten, die Lebensqualität von älteren Menschen zu verbessern sowie Ängste und Vorurteile gegenüber dem Thema „Alter“ abzubauen. Dies kann in Einzelgesprächen erfolgen, aber auch durch Aktivitäten in der Gruppe, durch Vorträge oder im gemeinsamen Austausch. Denn niemand muss die Stufen des Lebens alleine erklimmen. Zusammen ist es oftmals leichter. Und so freue ich mich auf viele interessante Begegnungen mit Ihnen – z. B. beim Adventstee, Seniorentreff oder in der Einzelberatung. Sprechen Sie mich gerne an!

Sie erreichen mich unter der gewohnten Nummer der Sozialen Beratungsstelle des Evangelischen Vereins: 089 7914584.

 

Herzlich Ihre Claudia Passek

Die Konfis

Die neuen Konfis haben angefangen

Die Konfis: Die neuen Konfis haben angefangen

Mit einem Tusch haben sie ihre Konfirmandenzeit begonnen, unsere neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden: Mit einer Freizeit vom 22. bis 24. Juli in Niclasreuth im Jugendhaus Lechner. Bei (fast immer) schönem Wetter konnten wir die meiste Zeit draußen sein, zum Essen, für die Arbeitsgruppen, für Spiel und Spaß.

Jesu Gleichnis vom Schatz im Acker und der Perle waren wir dabei auf der Spur – was sind Schätze für mich heute? Und warum kann man sagen, Glauben ist ein Schatz?

Die Konfirmandenzeit ist eine Zeit der Schatz-Suche: Ich denke über den Glauben meiner Taufe als erwachsen werdender junger Mensch neu nach und bestätige ihn dann mit meinen eigenen Worten.

Mit Sagengestalten wie einem Hofnarr, einer Dichterin, einem Alchemisten, einer Hexe, einem weisen Blinden, einer Pantomimin und vielen mehr haben die Konfis dann um einen echten Schatz gespielt und am Ende konnten alle einen Teil davon mit nach Hause nehmen.

Eine rundum gelungene Freizeit und ein wunderbarer Start in die Konfi-Zeit!

Die Konfis: Die neuen Konfis haben angefangen

Kapitänleutnant im Film „Das Boot“ – gute Leute haben wir in unserer Konfi- Arbeit und hatten wir auch für die Konfi-Freizeit:

Daniel, Melli, Lenni und Basti für die Küche, die riesige Mengen an Lebensmitteln heranschleppten und uns vom Frühstück bis zum Mitternachtssnack nach der Leiter- Besprechung bestens versorgten.

Und Conradin, Carlotta, Quirin, Emma, Paula, Fabi, Henrik, Lukas und Jessi haben sich engagiert und mit viel Power um unsere Konfis gekümmert, alles mit viel Phantasie vorbereitet und hatten selber viel Freude an ihrer ehrenamtlichen Arbeit.

Vielen herzlichen Dank an die Konfi- Crew! Gute Leute muss man haben!

 

Pfarrerin Regina Hallmann

Jugend

Warum ich mein Praktikum in der Kirche machte.

Mein Name ist Henrik Löbbert, 17 Jahre alt und besuche das Wittelsbacher Gymnasium. In der 11. Jahrgangstufe haben wir Schüler, die Möglichkeit uns für ein Praktikum zu bewerben. Meine Entscheidung, das Praktikum bei der Kirche zu machen, traf ich schnell. Nach meiner Konfirmandenzeit trat ich der evangelischen Jugend bei, weil mich die Arbeit der Kirche begeisterte. Deshalb erschien die Kirche für mich als perfekter Praktikumsplatz.Saal der Petruskirche Der Ablauf des Praktikums wurde durch unsere Hauptansprechpartnerin Paula perfekt geregelt. Jeder Tag war mit neuen und abwechslungsreichen Aktivitäten gefüllt. Ob es die Kinder der Grundschule zu unterrichten galt oder die Bänke im Pfarrgarten zu reparieren mit Herrn Schiede. Das Praktikum hat alle meine Erwartungen übertroffen. Auch wurde mir erneut klar, wie wichtig die Arbeit der Kirche und das Ehrenamt ist und beides zu unterstützen war ein schönes Gefühl.

Abschließend möchte ich an jeden appellieren bei dem es ein anstehendes Praktikum gibt, dieses in der Kirche zu machen.

 

H. Löbbert

Jugend

Ein etwas anderes Praktikum

Der 04.07.2022, zwei Wochen bevor mein Praktikum starten sollte, war für mich ein ganz normaler Montagmorgen. Bis ich die Mail meiner Wirtschaftslehrerin las, die mich fragte, wo meine Praktikumsbestätigung sei, die ich heute abgeben sollte. Ich schrieb daraufhin also schweißgebadet vier Unternehmen an, von denen ich allen eine Absage kassieren musste. Also machte ich das, was viele Leute machen, wenn sie in Not sind. Ich wendete mich an unsere Gemeinde. Wie sich schnell herausstellte war besonders eine Person begeistert von der Idee eines Praktikums – Jugendleiterin Paula Munz. Ohne sie hätte dieses Praktikum niemals funktioniert.

Ehrlich gesagt habe ich dieses Praktikum am Anfang eher als Notlösung angesehen und mir nicht viel erwartet, doch spätestens nach den anderthalb Wochen änderte sich das. Sie fragen sich jetzt sicher, was in Gottes Namen soll unsere Gemeinde mit zwei Schülern anfangen, die es nicht einmal auf die Reihe bekommen, sich um ein „richtiges Praktikum“ in einem Unternehmen zu kümmern. Wie sich herausstellte - mehr als ich dachte. Bänke reparieren, Kaffee und Kuchen für unsere ukrainischen Flüchtlinge aufbauen und sogar ganz allein eine dritte Klasse in Religion unterrichten. Da war alles dabei. Diese Vielfalt an Aufgaben hat mir wirklich gut gefallen. Ich lernte Bereiche kennen, die mir besonders taugten z. B. die Bänke im Gemeindegarten zu renovieren, aber auch welche, die ich in Zukunft eher meiden werde. Wenn ich Ihnen zum Schluss noch ein Highlight nennen müsste aus meiner Zeit als Praktikant, dann wäre es definitiv das Konfi-Lager am Wochenende. Auch wenn der Schlaf immer massiv darunter leidet, lohnt es sich jedes Mal mitzukommen. Man kann auf jeden Fall als Praktikant in unserer Kirche viel erleben und wird immer gebraucht – auch kurzfristig. Vielleicht bilden Henrik und ich ja nur den Anfang einer sich fortsetzenden Reihe von Schülerpraktikanten. Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.

 

Lukas Konle

Ökumene

Ökumenisches Treffen der Gremien

Am 22.06.2022 fand in St. Ansgar ein Ökumenisches Treffen der Gremien statt. Das Treffen traf auf große Resonanz und so konnte sich das Vorbereitungsteam, bestehend aus je zwei Vertretern aus den katholischen und evangelischen Gremien, über 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen. Auf katholischer Seite nahmen Mitglieder der Pfarrgemeinderäte, des Pfarrverbandsrats sowie der Kirchenverwaltung teil, während die evangelische Seite durch Vertreterinnen und Vertreter aus dem Kirchenvorstand repräsentiert war.

Nach einer Kennlernrunde, bei der man auch interessante Fakten über die Kirchen in Solln erfuhr, stellten sich die Gremien vor.Saal der Petruskirche Zu ersten thematischen Gesprächen führte ein Potpourri aus Begriffen (Kirchenmusik, Öffentlichkeitsarbeit, Jugend, Ökumene, Liturgie, Familie, Senioren, Erwachsenenbildung, Umwelt), welche auf dem Boden verteilt wurden und zu denen sich die Mitglieder der Gremien zuordnen konnten.

Vertieft wurde der Austausch mithilfe eines „Worldcafés“. An Tischen zu Fragen wie „Welche gemeinsamen Gebetsformen könnt ihr euch vorstellen?“, „Wie erreichen wir die Menschen in Solln“ oder „Welche gemeinsamen Feste könntet ihr euch vorstellen?“ konnten die Teilnehmerinnen ihre Gedanken schweifen lassen und neue Impulse sammeln. Zum Abschluss schrieben alle ein Wort, welches ihnen spontan zum Abend einfiel, auf einen Zettel und legten diesen in die Mitte des Raums. Darunter gab es allein sieben Wortmeldungen zum Themenkreis „Miteinander/Gemeinschaft“. Fazit ist, wir haben viele gemeinsame Aufgaben und Herausforderungen und es macht viel Sinn, manche davon mit vereinten Kräften anzugehen. Es hat uns allen gut getan zu sehen: Wir sind viele und gemeinsam geht es leichter! In diesem Sinne werden wir zukünftig, ermutigt durch unser Treffen, punktuell zusammenarbeiten und freuen uns schon auf gemeinsame Erfolge.

 

Cornelia Albert

Gemeindeversammlung

Versammlung der Kirchengemeinde im Saal der Petruskirche

Saal der PetruskircheAm 10.07.2022 konnten wir mit zweijähriger Verspätung unsere Gemeindeversammlung durchführen. Wir haben Sie über die aktuellen Rahmenbedingungen des kirchlichen Lebens, Zahlen, Daten und Fakten unsere Gemeinde betreffend, Themen, die den Kirchenvorstand bewegen sowie das Ökumenische Zentrum in der Parkstadt Solln informiert. Eine ausführliche Dokumentation zur Gemeindeversammlung finden Sie auf unserer Webseite.

Unsere evangelische Kirche wird bereits im Jahr 2030 anders aussehen als noch heute. Wir werden bis zu 40% weniger Mitglieder haben. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres waren die Austrittszahlen in Bayern besonders hoch. In unserer Gemeinde sind die Mitgliederzahlen zwischen 2009 und 2019 um 13,6% zurückgegangen. Dies hatte bereits Auswirkungen auf die Schlüsselzuweisungen, die unsere Gemeinde zur Finanzierung des kirchlichen Lebens jährlich bekommt. Mit dem weiteren Rückgang der Mitgliederzahlen wird auch eine Reduktion der Ausgaben einhergehen müssen. Schon seit geraumer Zeit liegen die Ausgaben unserer Gemeinde über den Einnahmen und wir müssen immer wieder auf unsere Rücklagen zurückgreifen, um das Defizit auszugleichen. In den kommenden Jahren sind hohe Ausgaben für den Erhalt unserer Gebäude zu erwarten. Zusätzlich steigen aktuell inflationsbedingt unsere Ausgaben.
Die Zahl der Hauptamtlichen wird bis 2024 um 15% reduziert. Im Bereich der Prodekanatssynode München-Süd werden wir knapp drei Stellen einsparen müssen.

Eine wichtige Grundlage für alle künftigen Entwicklungen ist die Entscheidung der EKD‐Synode aus dem November 2021, die besagt, dass bis 2035 auf allen kirchlichen Ebenen Klimaneutralität umgesetzt werden soll. Wir haben Sie über die Namensänderung die Gemeinde betreffend, die auf der Klausurtagung des Kirchenvorstands im Januar 2020 beschlossen worden ist, informiert. Wir haben dank Familie Bircks unsere „Gemeinde unterwegs“ und unseren Auftritt nach außen überarbeiten können. Dank Julian Schlagheck und Helmut Schneider wurde unsere Webseite neu aufgesetzt. Es wurden u.a. „Runde Tische“ mit verschiedenen Interessengruppen veranstaltet, um zu erfahren, wie wir als Gemeinde besser in Kontakt mit unseren Mitgliedern kommen können. Wir haben eine „Landkarte“ unserer Gemeinde erstellt, in der alle Gruppen und Kreise erfasst sind. Diese soll es uns erleichtern, gezielt neue Ehrenamtliche zu gewinnen. In Planung ist zudem eine Umfrage zum Thema Gottesdienste.

Auf die gute ökumenische Zusammenarbeit in der Parkstadt Solln und darüber hinaus, insbesondere während der letzten drei Jahre, sind wir auf der Gemeindeversammlung ebenfalls eingegangen. Der Kirchenvorstand hat grundsätzlich entschieden, dass wir als Gemeinde in der Parkstadt Solln präsent bleiben möchten. In welcher Form dies möglich sein wird, muss noch eruiert werden.

Nun kommen Sie zum Zug. In einem ergebnisoffenen Zukunftsworkshop würden wir dies gerne mit Ihnen, den Gemeindegliedern, besprechen. Es geht uns grundsätzlich um die Schwerpunkte und die Zukunft unserer Gesamtgemeinde, so wie wir das auch am Ende der Gemeindeversammlung betont haben. Weitere Informationen dazu werden folgen.

 

Cornelia Albert

Unsere Gemeinde

Geben macht reich

Trudgard VorholzSie hatten den Gedanken sicher auch schon öfters „den, die habe ich schon oft gesehen. Wer ist denn das, wie ist der Name nochmal?" Hin und wieder stellen wir Personen aus unserer Gemeinde vor, um Ihnen diesen Gedanken zu beantworten.

Frau Trudgard Vorholz lebt seit 1948 in unserer Gemeinde, wurde hier konfirmiert, getraut und hat ihre goldene Hochzeit hier gefeiert.

Viele ihrer Familienmitglieder, 5 Geschwister, 3 Kinder und Enkel haben hier geheiratet, sind hier konfirmiert oder getauft worden.

Frau Vorholz hat 1967 in der Gemeinde eine Kinderspielgruppe aufgebaut und später 20 Jahre lang im Kindergottesdienst geholfen. Ihr Beruf als Erzieherin hat ihr dabei sehr geholfen. Weil sie den Kindern auch eine Lobby verschaffen wollte, wirkte sie 12 Jahre im Kirchenvorstand.

Sie hat vieles in der Gemeinde erlebt, Schwieriges, Kritisches, Schönes, aber ihr waren die Menschen und die Gemeinschaft immer wichtiger als die Organisation und die Regeln.

Warum ihr die Gemeinde immer noch wichtig ist:
Die sonntäglichen Predigten, die sie zum Nachdenken bringen, ihr neue Sichtweisen vermitteln und in jeder Lebensphase von ihr wieder anders verstanden werden.

Sie braucht den Segen und die Zusage zum Frieden und nimmt ihn mit nach Hause. Das trägt.

Sie hat Menschen getroffen, die sie beeindruckt haben durch ihren Glauben und die ihr zum Vorbild wurden. In der Gemeinschaft konnte man vieles erleben, bewirken und gemeinsam tragen. Durch Begegnung hat sie auch die Kraft des Gebets erlebt, besonders in kleinem Kreis.

„Geben macht reicher als nehmen“ ist ihre Richtschnur. Deshalb hilft sie seit 30 Jahren in der Partnerschaft zu Kiew in der Ukraine. Und so ist es nur natürlich, dass sie sich jetzt hier für die Flüchtlinge einsetzt und sich um die kümmert, die zurück geblieben sind in der Gemeinde St. Katharina in Kiew

 

Trudgard Vorholz und Brigitte Mauder

„Du darfst dir ein Bildnis machen“

Christusbilder in unserer Gemeinde

„Du sollst dir von Gott kein Bildnis machen!“ Aus gutem Grund raten so die Zehn Gebote. Und zugleich gilt für Christinnen und Christen: Gott hatte schon einmal eine sichtbare Gestalt in dem Menschen Jesus Christus.

Die Erzählungen der Evangelien lassen vor dem inneren Auge Bilder entstehen: Jesus als Kind in der Krippe, als Prediger, als Heilender, mit seinen Jüngerinnen und Jüngern am Tisch, als Leidender am Kreuz, als Auferstandener – Gott als Mensch! Und auch die Kunstgeschichte kennt zahlreiche bildliche Darstellungen von Jesus Christus aus allen Epochen.

Wir hatten Sie darum gebeten, uns Ihr persönlich liebstes Christusbild einzusenden. Zahlreiche Einsendungen haben wir erhalten. Vielen Dank dafür!

Nun wollen wir uns gemeinsam die Bilder anschauen und darüber ins Gespräch kommen. Dazu werden wir das Altarbild in der Apostelkirche vom 21.10. bis 13.11. verhängen, so dass eine Projektionsfläche entsteht, und laden Sie herzlich ein zu folgenden Veranstaltungen:

Eröffnungsabend mit Präsentation der Bilder und Gespräch
am Freitag, den 21.10.2022 um 20:00 Uhr in der Apostelkirche

Predigtreihe „Christusbilder – Du darfst dir ein Bildnis machen“
am 23.10., 30.10. und 6.11.2022 sonntags um 10:30 Uhr in der Apostelkirche und um 9:00 Uhr in der Petruskirche

Stehempfang mit Abschlussgespräch zum Projekt
am 13.11. im Anschluss an den 10:30-Uhr-Gottesdienst in der Apostelkirche

Offene Kirche mit Bilderprojektion
Sie sind herzlich eingeladen, die verschiedenen Bilder in Ruhe auf sich wirken zu lassen.

Vom 22. - 31.10.2022 läuft die Bilderpräsentation täglich von 17:00 bis 19:00 Uhr in der Apostelkirche auf der großen Leinwand.

 

Pfarrerin Christina Ehring

Besondere Feste

Im Oktober und November gibt es einige besondere Ereignisse!

Roggenfeld

Erntedank - 2. Oktober 2022
Feiern Sie mit uns Erntedank. Erntedank ist die Zeit, um daran zu erinnern, dass die Gaben Gottes allen Menschen zugutekommen sollen.

Neues geistliches Lied – Impulstag – 8. Oktober 2022
Sie sind herzlich eingeladen unter dem Motto „Weil singen Freu(n)de macht!“ neue geistliche Lieder kennenzulernen. Nähere Informationen zum Tag und den Referentinnen finden Sie auf unserer Homepage.

Reformationstag – 31. Oktober 2022
Die Evangelischen Kirchengemeinden Jakobuskirche Pullach – Andreaskirche Fürstenried und Solln mit Apostel- und Petruskirche laden zu einem gemeinsamen festlichen Gottesdienst in die Apostelkirche ein. Pfarrer Johannes Schuster und „alle“ BläserInnen der genannten Kirchengemeinden werden diesen besonderen Gottesdienst „Ein feste Burg ist unser Gott“ gestalten und feiern.

Buß- und Bettag – 16. November 2022
Der „Evangelische Feiertag“. Zeit, eigenes Verhalten zu reflektieren. Sich selbst verordnete Reflexion. Das gehört zu „uns“ und „unserem“ Programm, dass wir in ständigen Veränderungsprozessen leben und uns darin selbst zu verändern haben. Wir begehen auch diesen Tag gemeinschaftlich mit Singen und Beten …. und das auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit den Römisch-katholischen Christen im Ökumenischen Zentrum. Gedenken der Gestorbenen des letzten Kirchenjahres

Ewigkeitssonntag – 20. November 2022
In den Gottesdiensten der Apostel- und Petruskirche halten wir zusammen mit den Trauernden und Hinterbliebenen inne. Wir denken dabei auch an alle diejenigen, von denen wir uns schon längst verabschieden mussten. Dazu gehört, dass wir auch selbst uns mit unserer eigenen Vergänglichkeit der großen Liebe anvertrauen, aus der wir kommen und zu der wir gehen. Von welcher Paulus schreibt:

„Denn ich verlasse mich darauf: Weder Tod noch Leben, weder himmlische noch staatliche Mächte, weder die gegenwärtige Zeit noch das, was auf uns zukommt, weder Gewalten der Höhe noch Gewalten der Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf können uns von der Liebe Gottes trennen, die im Messias Jesus lebendig ist, dem wir gehören.“

(Römer 8,38,39)

 

Dekan Christian Grötzner spricht zur Gemeinde

Liebe Gemeinde,

Christoph Grötzner

Wenn ich „heute“ das schreibe, was Sie jetzt lesen, werde ich unsicher. Was ist heute? Was wird sein, wenn Sie diese Zeilen lesen?

Mit dieser unverfügbaren Veränderung vertraue ich mich, vertraue ich meine Mitgeschöpfe, auch Sie, werte Leserin und Leser, der einen großen Macht an, von der alles kommt, zu der alles geht und die auch durch uns wirkt.

Zu diesen Veränderungen gehört, dass wir uns mit Dank allmählich von Ursula Kiermaier verabschieden. Viele, viele Jahre hat sie sich liebevollst um die Älteren in unserer Kirchengemeinde gekümmert. Herbst, Zeit der Veränderungen. Die uns umgebende Natur verändert sich. Blätter verfärben sich, die Tage werden kürzer, kühler … Es wird „ärmer“, „weniger“. Rückzug! Es bleibt die Hoffnung auf neues Erwachen!

Veränderung: Wie entwickeln sich die Preise? Welche Teuerung erwartet uns? Welche politischen und sozialen Verhältnisse entstehen? Wie ist das Kriegsgeschehen auf dem Globus? - Gletscher schmelzen! Tier- und Pflanzenarten sterben aus! Menschen bringen einander um ....

Veränderungen, unverfügbar? Wir sind es, Sie und ich – alle MitbewohnerInnen des Erdenhauses - die durch ihr Verhalten, Ansprüche und Lebensformen Einfluss nehmen, bewusst, unbewusst, bei Verstand, oft genug wider besseres Wissen.

Unverfügbar ist es, wenn Sie so freundlich sind und geflüchtete Menschen aufnehmen. Unverfügbar ist es, ob Sie Mitleid und Erbarmen ergreift bei Armut und schlimmen Lebensverhältnissen. Unverfügbar ist es, ob Sie Zeit und Liebe investieren, füreinander da zu sein. Unverfügbar ist es, ob Sie selber erste Schritte aus der Zurückhaltung gehen, bevor es die Nachbarin tut.

Ein Geschenk ist und bleibt es, wenn aus Achtsamkeit das Herz berührt wird und sich Stürme der Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit unberechenbar Bahn brechen. Darauf will ich hoffen! – So verrückt es ist. – Ich will mich überraschen lassen von dem, was kommen mag – und selbst tun, was geht.

Durch Sie, wie durch mich wirkt die göttliche Macht Veränderung.

„Seid untereinander freundlich, herzlich und vergebt einer dem anderen, wie Gott euch vergeben hat in Jesus, dem Christus.“

(Epheser 4,32)

 

Herzlichst, Ihr Christoph Grötzner

"Ihr müsst erzählen, wie schön unser Land ist"

3 Monate in Israel / Palästina mit dem ökumenischen Begleitprogramm EAPPI

„Ihr müsst erzählen, wie schön unser Land ist“. Das sagte uns eine Beduinenfrau in einem Dorf im Umland von Ost-Jerusalem bei unserem letzten Treffen. Sie fügte hinzu: „… und wie schwer unser Leben ist unter der Besatzung.“

Elisabeth Kretschmar-Marx 2020 in Israel

Vor zwei Jahren hatte ich mich bei EAPPI, einem Programm des Ökumenischen Rats der Kirchen, als ökumenische Begleiterin in Israel Palästina beworben. Heuer im Frühsommer – von April bis Ende Juni – konnte ich endlich zu meinem Einsatz nach Israel fliegen.

Das Ökumenische Begleitprogramm in Palästina und Israel (EAPPI) unterstützt lokale und internationale Anstrengungen, die israelische Besatzung zu beenden und zu einer Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts durch einen gerechten Frieden beizutragen. Alle Aktivitäten stützen sich auf das Völkerrecht und die einschlägigen UN-Resolutionen.
Der Auftrag des Programms ist es, Palästinenser und Israelis bei gewaltlosen Aktionen zu begleiten und gemeinsame Anstrengungen zur Beendigung der Besatzung zu unternehmen. Als Begleiter:innen beobachten wir die Lage vor Ort, u.a. an den zahllosen Checkpoints, die an vielen Stellen nicht nur an den Grenzen, sondern auch mitten im besetzen Gebiet Palästinas stehen. Wir begleiten palästinensischen Kinder und Jugendliche auf ihren Schulwegen, wir besuchen bedrängte Gemeinwesen und Beduinendörfer und stehen nach Hauszerstörungen betroffen vor Steinhaufen, die noch vor kurzem das Heim von Familien waren. Allein durch unsere strikt gewaltlose Anwesenheit schaffen wir Öffentlichkeit und gewähren so Schutz. Wir melden Verstöße gegen die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht und wir unterstützen Aktionen gewaltlosen Widerstands an der Seite lokaler Friedensaktivisten, christlicher und muslimischer Palästinenser ebenso wie Israelis. Als ökumenische Begleiterinnen üben wir Solidarität mit den Kirchen und allen, die sich gegen die Besatzung wenden.

Elisabeth Kretschmar-Marx 2020 in Israel

Neben dem Einsatz im Land ist Öffentlichkeitsarbeit zur Lage vor Ort eine wichtige Aufgabe. Deshalb haben alle Begleitpersonen Berichte aus dem Einsatz geschrieben, die über die Website und auf sozialen Netzwerken veröffentlicht werden (Zum EAPPI Blog).

Elisabeth Kretschmar-Marx 2020 in Israel

Nun bin ich zurück. Ich habe viel erlebt und gesehen – das faszinierende Heilige Land mit all seiner Geschichte, 5000 Jahre bis herauf in die Gegenwart. Ich habe viele wunderbare Menschen auf allen Seiten getroffen: Palestineser:innen, Israelis, friedensbegeisterte Menschen und „Internationals“ wie mich.
Nun kann ich aus eigener Anschauung darüber berichten. Ich werde auch in Solln, in unserer Gemeinde einen Vortrag halten. Sie können mich aber auch jederzeit direkt ansprechen, wenn sie interessiert an einem Vortrag in ihrer Gruppe sind.


Weitere Informationen zum Programm finden sich auf der Webseite des Netzwerks: Das EAPPI Netzwerk .

Ihre Elisabeth Kretschmar-Marx

Bewahrung der Schöpfung

Artikel aus der Mitgliederzeitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Region München

(Bild bitte anklicken - PDF)

Artikel aus der Mitgliederzeitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Region München

 

Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine

Artikel aus der Mitgliederzeitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Region München

(Bild bitte anklicken - PDF - Artikel hat zwei Seiten!)

Artikel aus der Mitgliederzeitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Region München

Artikel aus der Mitgliederzeitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Region München